Designer für digitale Kultur- und Bildungsprojekte
CHRISTOPH LUCHS
Dipl.-Des. Grafik-Design
Cogneus Design Studio, Cölbe/Marburg


Culture driven design. Mit seinen Schriften fahren VW-Kunden, frühe UI-Designs für Forschungsstudien gelten heute als Standard im Infotainment und seine Arbeiten wurden von der New York Times erwähnt: Christoph Luchs ist kein Designer im herkömmlichen Sinne.
Er ist selbstständiger Designer an der Schnittstelle von Design, Technologie und Kultur. Er konzipiert und realisiert digitale Erlebnisse für Kulturinstitutionen, Hochschulen und Marken – von UX & Interface Design über Motion Design und Filmproduktion bis zu XR/Expanded Realities.
Lehraufträge an deutschen Hochschulen zu »Expanded Realities« und »Digitalization of Cultural Heritage« sowie internationale Kooperationen (Erasmus, DAAD, Naher Osten) prägen seine Arbeitsweise: research-basiert, interdisziplinär und stark kollaborativ.
Mit Erfahrung aus Projekten für u.a. Apple, Adobe und Volkswagen übernimmt er häufig die Rolle des Creative Leads: Strategie, kreative Leitung und Koordination von Teams – für Auftraggeber, die komplexe Inhalte verständlich, erlebbar und kommunizierbar machen wollen.
Podcast Designerklärer
2022 Start des deutschsprachigen Podcasts „Designerklärer“ mit Gästen aus Gestaltung und Creation – mit laufenden Interviews in der mittlerweile dritten Staffel in über 30 Folgen und mehr als 10.000 Downloads.

Ausbildung
Geboren und aufgewachsen im ostwestfälischen Höxter begann er sein Diplom-Studium Grafik-Design an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Der Schwerpunkt im Hauptstudium lag für ihn in der Typografie und Fotografie. Bei Monika Schnell (Ulm), Inken Greisner (Berlin) und Ulrike Stolz (Mainz) legte er die Grundsteine in der Anwendung der Typografie und in der Gestaltung eigener Fonts.
Für die Fotografie prägten Hartwig Klappert, Michael Ruetz (beide Berlin) sowie Rolf Nobel (Hannover) seinen Blick und Auswahl im Editorial Design.
Während des Studiums engagierte sich Christoph Luchs als Tutor im Bereich Desktop Publishing und in der Berufskommission zur Professur Typografie im Fachbereich Gestaltung.
Ein Erasmus-Stipendium führe in nach Manchester, wo er an der School of Art & Design in Salford Illustration studierte. Während dieser Zeit entstanden zahlreiche Fotografien im Mittelformat.
Mit seiner Arbeit „Fluchtlinien“ zu Texten der französischen Philosophen Jean Baudrillard („Der rasende Stillstand“) und Paul Virillo („Der negative Horizont“) schloss er sein Studium bei Prof. Ruetz und Cem Alexander Sünter ab. Die fotografische Serie zum Thema „Geschwindigkeit“ und „Verschwinden“ umfasst fünf ausgewählte Motive, die in Leuchtkasten das Innenleben der Pariser Metro, des Münchner U-Bahn-Netzes sowie weiterer U-Bahn-Stationen zeigen.
Beruflicher Werdegang
Mit dem Thema Interface Design beschäftigte sich Christoph Luchs erstmalig im Jahr 2000, als er zunächst als Freelancer und später als Angestellter Bedienoberflächen bei der ergon.design GmbH in Braunschweig entwickelte. Überwiegend im Automotive- und Industrie-Bereich u.a. für Volkswagen, Siemens, Leica Microsystems, Porsche und Bentley war er für Konzept und Design der Graphical User Interfaces für Forschungsstudien und Serienentwicklungen verantwortlich.
Dieser Schwerpunkt sollte ihn auch in der Selbstständigkeit begleiten, zunächst bei der Pixador GbR und später bei der Agentur Cogneus Design, die er 2006 gründete. In dieser Zeit entstanden zahlreiche automobile Studien im Infotainment-Bereich. Zudem entstand die Schriftfamilie „Infotainment“ für die Volkswagen AG, die über 10 Jahre lang auf den Displays und Touchscreens der Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Seat und Skoda eingesetzt wurde.
Nach Umzug nach Marburg im Jahr 2012 begann die Neuorientierung. In regionalen Netzwerken mit Entwicklern und Gestaltern wurden erste Projekte gemeinsam umgesetzt. Hierzu entwickelte er das Format „Designtag“, ein Kongress, auf dem Themen zum Design referiert und aktuelle Projekte gezeigt werden. Der Designtag fand bereits 2016 und 2017 statt und zog zahlreiche Interessierte aus der Region an.


Lehrtätigkeit
Das Interface Design prägt nicht nur seine berufliche Arbeit, sondern auch seine Lehrtätigkeit. An der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig unterrichtete er unter Prof. Alexandra Martini im Fach Kommunikationsdesign Studierende im Seminar Information_Interface, in dem Grundlagen und eigene UI-Projekte bis zum Prototyp vermittelt wurden.
Später setzte er die Lehre an der Technischen Hochschule Mittelhessen unter Prof. Julie Woletz fort, wo Studierende in den Themen Interface Design und Digitale Markenentwicklung semesterbegleitend Website- oder Markenkonzepte entwickelten und präsentierten.
2023 übernahm er auf Einladung von Prof. Julia Schnitzer einen ersten Lehrauftrag im Masterstudiengang Design and Media der Technischen Hochschule Brandenburg. 2024 folgte die Students Academy Metaverse im Rahmen des DAAD-Projekts Ta’ziz – Digitalization of Cultural Heritage, 2025 die Mitorganisation der 2. Konferenz Digitalization of Cultural Heritage in Kooperation mit der American University of Beirut – Mediterraneo in Paphos und anschließend die Teilnahme am DAAD-Programm Digitalization of Cultural Heritage in Kooperation mit der GJU – German Jordanian University und dem Jordan Museum, Amman, Jordanien. Es folgte das Erasmus-Programm Interactive Environements mit der Tallinn University, Estland.
Ebenfalls unterrichtet Christoph Luchs als Lehrbeauftragter im Fachbereich Expanded Realities der Hochschule Darmstadt bei Prof. Dr. Paul Grimm im Projekt 5 – Augmented Realities für den UNESCO-Geopark Odenwald.
Die Lehrtätigkeiten an den Hochschulen in Brandenburg und Darmstadt zusammen mit internationalen Kooperationen (Erasmus, DAAD etc.) werden auch im Jahr 2026 fortgesetzt und intensiviert.
Auszeichnungen und Zertifikate
if Communication Design Award 2006 für die Application Suite der Leica Microsystems
Adobe Consultant of the Year 2004 in der Rubrik Performance
Adobe Certified Expert InDesign
Verhandeln nach dem Harvard Prinzip – Institut Alte Waage, Braunschweig
Rhetorik im Beruf – Institut Hans David, Braunschweig
Lernen und Gehirn – Fortbildung der Hochschulen in Hessen zusammen mit der Charité Berlin
Videotrainings (Auszug)
Typografie für Print und Web, LinkedIn, Graz, 2022
Erfolgreich im Design II., LinkedIn, Graz, 2022
Grundlagen der Typografie, LinkedIn, Graz, 2021
Erfolgreich im Design I., LinkedIn, Graz, 2020
Grundlagen der Farbgestaltung Teil III, LinkedIn, Graz, 2020
Digitale Markenentwicklung, LinkedIn, Graz, 2019
Grundlagen der Farbgestaltung Teil II, LinkedIn, Graz, 2019
Grundlagen der Farbgestaltung Teil I, LinkedIn, Graz, 2019
Netzwerken für Kreative, LinkedIn, Graz, 2018
InDesign Praxistipps II, LinkedIn, Graz, 2018
Grundlagen des Interface Design, LinkedIn, Graz, 2017
Gestaltungsgrundlagen für Webdesigner, LinkedIn, Graz, 2017
Veröffentlichungen (Print)
- InDesign 2, Galileo Press, Bonn, 2002
- InDesign CS, Galileo Design, Bonn, 2003
- InDesign CS2, Galileo Design, Bonn, 2004
- inDesign CS3, Galileo Design, Bonn, 2005
- Praxishandbuch InDesign CS4, Addison Wesley, Pearson Group, München, 2007
- Grundlagen InDesign CS5, Addison Wesley, Pearson Group, München, 2009
- Zahlreiche Fachbeiträge in den Zeitschriften PAGE, MACup und Publishing Praxis